Neue Mittelschule – Maßnahmen gegen Hitze

Neue Mittelschule – Maßnahmen gegen Hitze

Nachdem man im zweiten Stockwerk der Neuen Mittelschule in der warmen Jahreszeit mit unverhältnismäßiger Hitze in den Schulräumen zu kämpfen hat, wurden nun Experten zu Rate gezogen.

Es sind nicht immer die Prüfungssituationen, die die Kundler Schüler ins Schwitzen bringen. Denn die Sonne treibt die Temperaturen im 2. Stock der Schule – sobald es draußen wärmer wird – außergewöhnlich schnell in die Höhe. Das bringt Lehrer und Schüler gleichermaßen ins Schwitzen und beeinträchtigt durch die schlechte Luftqualität auch die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

Doch der Hitze im Obergeschoss wird nun der Kampf angesagt. Gemeinsam mit Expertin Brigitte Tassenbacher von Energie Tirol hat man die bestehende Situation evaluiert und sich über Maßnahmen beraten. Sogenannte Datenlogger im Obergeschoss sammeln aktuell Daten zu den Temperaturen und zeichnen den genauen Hitzeverlauf auf. Eine erste Zwischenauswertung hat die unverhältnismäßigen Temperaturen bestätigt.

Mit einem Bündel an Maßnahmen wird nun versucht, die Temperatur in den Klassenräumen entsprechend zu regulieren:

  • Die Beschattung wird optimiert und so programmiert, dass die Jalousien die Sonne frühzeitig abschirmen, ohne die Räume komplett zu verdunklen.
  • Nach der Montage einer Absturzsicherung können die Fenster in den Pausen vollständig geöffnet werden. Durch das regelmäßige Stoßlüften wird für eine bestmögliche Frischluftzufuhr bzw. einen schnellen Luftaustausch gesorgt.
  • Mittels „free cooling“ werden die Räume, die untertags zur Überhitzung neigen, über Nacht wieder auf normale Temperatur gebracht. Unter „free cooling“ versteht man eine Kühlung, die keinen oder nur einen geringfügigen Energieaufwand verursacht. Das heißt, dass man „kostenlose“ Kühlung aus der Umgebung nutzt – im Fall der NMS die kühle Nachtluft. Dachluken und Fenster werden über Nacht gekippt, sodass die warme, abgestandene Luft entweichen kann und der Luftzug die Räume wieder auf Normaltemperatur bringt.

Auch über eine Klimaanlage für das Obergeschoss wurde bereits beraten. Eine Klimaanlage bringt jedoch nur bei optimaler Einstellung den gewünschten Erfolg, ohne sich negativ auf die Gesundheit der Schüler auszuwirken. Zudem wäre diese wartungsintensiver und würde einen höheren Energieaufwand bedeuten. Auch im Sinne der Nachhaltigkeit werden daher vorerst die Ergebnisse des oben genannten Maßnahmenbündels abgewartet.

Sollten diese nicht den gewünschten Erfolg erzielen, werden natürlich weitere Maßnahmen getroffen, um Lehrer und Schüler zu entlasten und das Problem langfristig zu lösen.

Veröffentlicht: 20.04.2016