8 Gemeinden – ein Ziel

8 Gemeinden – ein Ziel

Mit einem Kick-Off-Workshop im Sozialzentrum mitanond erfolgte im Mai der Start zum gemeindeübergreifenden Projekt „Wie heizt Tirol 2050?“. Das gemeinsame Ziel: neue Lösungen zur Wärmeversorgung, frei von fossilen Energieträgern!

Bis zum Jahr 2050 will Tirol energieautonom werden. Das heißt, alle fossilen Ener­gieträger wie Öl, Erdgas und Kohle müssen durch erneuerbare, möglichst heimische Energieträger ersetzt werden. Und es braucht energieeffizienzsteigernde Maßnahmen sowie Einspa­rungen des Energiebedarfs um rund 50 % gegenüber dem heutigen Stand. Vom Umbau des Energiesystems bis 2050 sind alle Bereiche betroffen, u.a. auch die Wärmeversorgung – dieser nimmt sich das Projekt “Wie heizt Tirol 2050? Pilotgebiet Planungsverband Wörgl und Umgebung” an.

Die Projektteilnehmer

An diesem Projekt werden die acht Gemeinden des Planungsverbandes 29 (Kundl, Wörgl, Breitenbach a. Inn, Angerberg, Mariastein, Angath, Kirchbichl, Bad Häring), die gemeinsam mehr als 33.000 Einwohner und fast 8.500 Gebäude haben, teilnehmen. In Zusammenarbeit mit der Wasser Tirol und den Stadtwerken Wörgl wird untersucht, wie die zukünftige Wärmeversorgung frei von fossilen Energieträgern funktionieren kann. Sechs der acht Gemeinden sind bereits als E5-Gemeinden aktiv und bringen daher beste Voraussetzungen mit. Die Gesamtkosten für dieses Projekt betragen netto 120.000,- EUR und werden zu 44 % vom Land Tirol und 56% von den Gemeinden des Planungsverbandes getragen.

Planungsverband 29 als Vorreiter

Vzbgm. Michael Dessl eröffnete den Workshop und erklärte nachdrücklich: „Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, kann die Energiewende erreicht wer­den. Der Planungsverband kann damit eine Vorreiterrolle für ganz Tirol einnehmen.“ Aktuell werden noch mehr als 40 % der Energie in Gebäu­den eingesetzt. „Im Wärmebereich sehen wir noch sehr große Potenziale zur Energieeinsparung. Diese liegen vor allem in der umfassenden Sa­nierung von Gebäuden, aber auch in der optimierten Wärmebereitstellung“, so Landesenergiereferent LH-Stv. Josef Geisler, der sich aus der Initiative des regionalen Planungsverbandes Rückschlüsse das ganze Land erwartet.

Projekt-Ziel: Neue Ansätze und Lösungen für Wärmeversorgung

Zunächst wird in jeder Gemeinde der aktuelle Status bei der Energieversorgung, speziell im Wärmesektor, erhoben und analysiert. Gemeinsam mit den lokalen Energieteams sollen schließlich standortspezifische und gemeindeübergreifende Lösungen für eine lang­fristige Wärmeversorgung im Hinblick auf die Energieziele des Landes entwickelt werden. Das Projekt ist über eine Laufzeit von 12 Monaten angesetzt.